Pferderassen

Wladimirer Kaltblut

Das Wladimirer Kaltblut wird auch Wladimir Pferd oder Wladimirer Traktorenpferd genannt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es ein sehr starkes Zugpferd ist. So zog der Hengst Tumann 23 Tonnen über eine Strecke von 6,73 Metern.
 
Das Wladimirer Kaltlbut lebt in der Oblaste Wladimir und Iwanowo in Zentralrussland. Oblaste heißt auf russisch "Gebiet". Die Böden Wladimir und Iwanowo sind sehr hart, aber auch sehr fruchtbar. Deswegen musste ein starkes Kaltblut her, das die Böden beackern konnte.

Dafür wurden im 19. Jahrhundert großrahmige, einheimische Landstuten mit Suffolk Punches und Cleveland Bays gekreuzt. 1946 wurde die Rasse anerkannt.

Das Wladimirer Kaltblut hat einen mittelgroßen, trockenen Kopf mit konvexem Profil und freundlichem Gesichtsausdruck. Sein Hals ist lang, die Brust breit und tief und der Rücken mittellang mit leichter Neigung zum Senkrücken. Die Schulter des Wladimirer Kaltblut ist mächtig, die Kruppe kräftig und leicht abfallend. Das Fundament ist stabil, die Gliedmaße haben häufig einen seidigen Behang und die Hufe sind hart und rund.

Stockmaß: Hengste 165 cm, Stuten 162 cm
Farben: Braune, Füchse und Rappen
Charakter: sanftmütig, ausgeglichen, leistungswillig, aktiv
Herkunft: Russland
Einsatz: Arbeits-, Zug- und Kutschpferd