Pferderassen

Westfälisches Kaltblut

Das Westfälische Kaltblut ist dem Rheinisch Deutschen Kaltblut sehr ähnlich. 1881 unternahm man erste Zuchtversuche mit den belgischen Ardennern Flick und Flock. Schon um die Jahrhundertwende war eine eigene Rasse zu erkennen: das Westfälische Kaltblut.

Das Westfälische Kaltblut ist die einzige Kaltblutrasse in Deutschland, die planmäßig gezüchtet wird. Die nordrhein-westfälischen Züchter kreuzen nur belgische Kaltblüter ein. Viele andere Kaltblüter werden wahllos mit anderen Rassen gekreuzt.

Das Westfälische Kaltblut wird vom Bundesland Nordrhein-Westfalen mit Fohlen- und Aufzuchtprämien unterstützt. Trotzdem ist die Rasse vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen. In Deutschland wird das Westfälische Kaltblut vor allem als Arbeitspferd genutzt. Außerdem versucht man die Rasse mit allen Mitteln zu erhalten.

Das Westfälische Kaltblut hat einen großen, ausdrucksvollen Kopf, einen kurzen, mächtigen Hals und eine massive Schulter. Der Rumpf ist breit und tief, der Rücken kurz, die Kruppe eine abfallende Spaltkruppe mit tiefem Schweifansatz. Das Fundament des Westfälischen Kaltblutes ist trocken, die Beine sind kurz, die Hufe stabil mit Behang.

Stockmaß: 160 bis 165 cm
Farben: Braune, Rotschimmel, Füchse
Charakter: leistungsbereit
Herkunft: Deutschland
Einsatz: Arbeitspferd