Pferderassen

Trait du Nord

Das Trait du Nord stammt aus Frankreich und wird auch Nord-Ardenner genannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wünschte man sich einen großen, starken, massigen Kaltblüter. Man kreuzte Ardenner mit belgischen Kaltblütern und Boulognern und erhielt das Trait du Nord. 

Im späten 19. Jahrhundert wurde das Trait du Nord als Minenpferd eingesetzt. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete es in der Landwirtschaft. Doch bald schon verdrängten Maschinen das Pferd. Der Bestand sank. Erst in den 1990ern wurde das Trait du Nord wieder als Reit- und Fahrpferd gefördert.

Der Name des Trait du Nord wurde häufig geändert. Vor 1903 galt es nicht als eigene Rasse, sondern wurde oft mit dem Ardenner gleichgesetzt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Trait du Nord als „großes Pferd von Hainaut“ bekannt. Erst 1961 wird es offiziell Trait du Nord genannt.

Das Trait du Nord hat einen schweren Kopf mit geradem Profil, auffälligen Augenhöhlen und einer flachen Stirn. Der Hals ist massig, die Schulter gewaltig und der Rücken kurz und gut bemuskelt. Die Kruppe des Trait du Nord ist stark mit niedrig angesetztem Schweif.

Stockmaß: 160 bis 170 cm
Farben: Brauner, Rotfuchs, stichelhaarig, Fuchs
Charakter: energisch, gutartig, lernwillig
Herkunft: Frankreich
Einsatz: schweres Zugpferd, landwirtschaftliches Arbeiten