Pferderassen

Shagya-Araber

So viel Schönheit blendet einfach! Elegant bewegen sich die rassigen weißen Shagya-Araber in der Landschaft. Die edlen Wüstenflitzer aus Afrika kennen sie nur zu gut, sie sind ihre nächsten Verwandten. Aber während das Original aus den heißen Ländern eher klein und zierlich ist, kommt der Shagya-Araber um einiges größer und mit breiter Brust daher. Beide Pferde haben aber denselben leichten Hechtkopf, große Augen und winzige Plüschohren – Merkmale, die dieses Pferd verträumt und nachdenklich ausschauen lassen. 

Kein Pferd hat die Welt so erobert wie die Araber. Schon Kaiser Napoleon und seine Soldaten stürmten auf ihnen von Frankreich aus über die russischen Grenzen bis in den sibirischen Winter hinein. Dem Araberpferd, sonst heiße Länder gewohnt, machte die eisige Kälte nichts aus. Es ist das begehrteste Zuchtpferd, das die Welt je gesehen hat.

Stolzer Begründer der ungarischen Araber-Abkömmlinge war Shagya. Der syrische Hengst gab der Rasse seinen Namen – auch wenn das zunächst kaum nachzuvollziehen war: Shagya, den es gegen Mitte des 19. Jahrhunderts nach Ungarn verschlug, war so klein, dass ihn kaum ein Züchter ernst nahm. Araber galten auch damals als schön, aber auch als viel zu zierlich für die Konkurrenz aus Mittel- und Nordeuropa. Da waren die schwarzen Friesen, die langbeinigen Holsteiner und die kraftvollen Kladruber, die ihnen in den nordischen Ländern die Show stahlen.

Erst als laufstarke und edle Englische Vollblüter in seine Zucht aufgenommen wurden, nahmen Gewicht und Einfluss des Shagya-Arabers zu. Seine Rasse begann sich in Ungarn und darüber hinaus durchzusetzen.

Stockmaß: 150 bis 160 cm
Farben: hauptsächlich Schimmel, auch Braune, Füchse, Rappen
Charakter: streng, anhänglich, umgänglich und bescheiden
Herkunft: Ungarn
Einsatz: Freizeit- und Kutschpferd