Pferderassen

Schleswiger

Der Schleswiger wird auch Schleswiger Kaltblut genannt. Er ist eine sehr alte Pferderasse, die ab 1888 rein gezüchtet wird. 1891 wird der Verband Schleswiger Pferdezuchtvereine gegründet. Er wollte den Schleswiger umzüchten und ein leichteres Pferd schaffen. Das gelang mit den Nachfahren des berühmten dänischen Suffolk-Hengstes „Oppenheim“. Der 1893 geborene Aldrup Munkedal begründete die neue Rasse. 

Im 19. Jahrhundert gibt es viele Kriege zwischen dem Herzogtum Schleswig und Dänemark. 1920 wurde Nordschleswig ganz an Dänemark abgetreten. Dadurch kommt es zu einem starken Rückgang der Rasse. Der Schleswiger Pferdezuchtverein wird aufgelöst. Mittlerweile ist die Rasse vom Aussterben bedroht.

Heute steht der Schleswiger auf der Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland. Einzelne Züchter bemühen sich jedoch die Rasse zu erhalten.

Der Schleswiger hat einen freundlichen Blick, einen kräftigen Hals und einen kurzen, kräftigen Rücken. Die Hufe sind groß und hart und haben wenig Behang. Die Zehen des Schleswiger stehen oft eng und er ist leicht überbaut. 

Stockmaß: 156 bis 162 cm
Farben: Füchse, Rappen, Schimmel, Braune
Charakter: leistungsfähig, ausdauernd, ruhig, robust
Herkunft: Schleswig-Holstein
Einsatz: Zug- und Fahrpferd, Arbeitspferd