Pferderassen

Sardisches Pony

Das Sardische Pony nennt man entweder Achetta, das bedeutet "kleiner Schlag" oder Achettone, was soviel wie "großer Schlag" bedeutet. 

Das Sardische Pony hat sich aus verschiedenen Wildpferdrassen entwickelt und sich seiner Umgebung angepasst. Die Pferde kamen einst mit numidischen und karthagischen Eroberern nach Sardinien. Später kamen auch Spanier auf die Insel. Sie alle brachten ihre Pferde mit, die sich vermischten. Das Sardische Pony lebt in kleinen Familienverbänden auf einem ca. 50km² großen Hochplateau im Süden Sardiniens. Im Sommer besteht das Gebiet nur aus Felsbrocken und Geröll. Während der Regenzeit bilden sich Seen. In ihnen wachsen Sumpf- und Wasserpflanzen, von denen sich die sardischen Ponys ernähren. Da die Pflanzen oft tief liegen, können die Ponys mit ihren Nüstern 15 Sekunden unter Wasser bleiben.

Einmal im Jahr werden die Pferde von ihren Besitzern eingefangen. Früher wurden die Fohlen dann gebrannt, heute kommen sie zu einem Tierarzt, der sie versorgt. Überzählige Ponys werden an die Regionalverwaltung verkauft.

Das Sardische Pony hat einen ausdrucksvollen Kopf, einen mittellangen Hals und schräge Schultern. Der Rumpf ist tief, das Fundament trocken und fest mit harten Hufen.

Stockmaß: 120 bis 140 cm
Farben: Rappen, Dunkelbraune, Braune
Charakter: trittsicher, ausdauernd, genügsam, energisch
Herkunft: Italien
Einsatz: Arbeits- und Reitpony