Pferderassen

Sardischer Anglo-Araber

Der Sardische Anglo-Araber wird auch Sardisches Pferd oder kurz Sardo genannt. Das Sardische Pferd stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist eine Kreuzung aus Arabern und Berbern. 

Anfang des 16. Jahrhunderts gründete Ferdinand der Katholische ein Gestüt mit spanischen Pferden. Er stellte es den ansässigen Züchtern zur Verfügung, die bald schon ein einheitliches Pferd züchteten. Ab 1720 übernahm das Haus Savoyen die Zucht und ließ sie verkommen. Ab 1908 wurde die Zucht wieder aufgenommen. Jetzt veredelte man die übrig gebliebenen Pferde mit arabischen Hengsten.

Wurde der Sardische Anglo-Araber anfangs nur auf der italienischen Insel Sizilien gezüchtet, ist er mittlerweile in ganz Italien verbreitet. Er wird hauptsächlich als Reit- und Springpferd verwendet.

Der Sardische Anglo-Araber hat einen geraden Kopf, der in einen langen, schlanken Hals übergeht. Der Rist ist gut ausgeprägt, die Schulter schräg, der Rücken kräftig und die Kruppe lang und schräg mit tief angesetztem Schweif. Das Fundament des Sardischen Anglo-Arabers ist trocken, die Hufe sind klein und hart.

Stockmaß: ca. 157 cm
Farben: meist Braune oder Füchse
Charakter: hart, leistungsbereit, mutig, intelligent
Herkunft: Sardinien
Einsatz: Reitpferd