Pferderassen

Russisches Kaltblut

Das Russische Kaltblut wird auch Russischer Ardenner genannt. Es kommt aus der Ukraine und ist eine Mischung aus einheimischen Arbeitspferden mit Ardennern, Percherons und Brabantern. Die ersten Pferde wurden Russischer Ardenner genannt und konnten große Erfolge verzeichnen. Der Hengst „Harawai“ gewann auf der Pariser Weltausstellung sogar eine Goldmedaille. 

Russische Ardenner waren sehr beliebt und verbreiteten sich schnell. Doch der Erste Weltkrieg, die Oktoberrevolution und der Bürgerkrieg in Russland rotteten die Rasse fast aus. 1924 gab es nur noch 92 reinrassige Russische Ardenner. Zur Rettung der Rasse kreuzte man Ardenner-Hengste und geeignete Stuten ein. 1937 galt der Bestand als wiederhergestellt.

1952 wurde in der damaligen Sowjetunion die Pferdezucht neu geordnet. Der Russische Ardenner wurde jetzt in Russisches Kaltblut umbenannt. Heute gibt es zwei Typen Russischen Kaltbluts: Den großen, massigen und starken Ural Typen und den etwas kleineren, edleren und vielseitig einsetzbaren Ukrainischen Typ.

Der Kopf des Russischen Kaltblutes ist ansprechend mit langen Ohren und kleinen Augen. Der Hals ist dick, kurz und muskulös, die Rist niedrig und die Brust breit. Der Rücken des Russischen Kaltblutes ist breit und etwas weich, die Kruppe lang und breit. 

Stockmaß: 150 bis 160 cm
Farben: Rotschimmel und Füchse
Charakter: fleißig, anspruchslos
Herkunft: Russland
Einsatz: Arbeitspferd