Pferderassen

Rocky Mountain Horse

Wie fast alle amerikanischen Pferderassen stammen auch die Rocky Mountain Horses von den Pferden der spanischen Eroberer ab. Alles begann in Kentucky, im Osten der USA. Hier veranstaltete der Pferdezüchter Sam Tuttle zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Touristen  Ausritte durch die amerikanischen Nationalparks und das Vorland des Appalachen-Gebirges. Dafür waren nicht nur erfahrene Führer sondern auch trittsichere Pferde nötig. 

Eines von Sam Tuttles Pferden, der Hengst Old Tobe, war sehr gutmütig und trittsicher. Außerdem beherrschte Old Tobe den Töltgang, was für den Reiter besonders angenehm war. Schnell war Old Tobe das beliebteste Pferd in Tuttles Stall. So gute Veranlagungen mussten natürlich weiter vererbt werden und Old Tobe wurde zur Zucht eingesetzt. 

Rocky Mountain Horses sind sehr trittsichere Pferde. Auch bei hügeliger Landschaft können sie sicher laufen. Außerdem beherrschen Rocky Mountains neben den drei Gangarten Schritt, Trab und Galopp auch den Tölt. Deshalb ist es so bequem, auf ihnen zu reiten. Ihre natürliche Töltveranlagung macht die Rocky Mountain Horses zu perfekten Wanderreitpferden. 

Der Name der Rasse lässt vermuten, dass die Rocky Mountain Horses aus dem gleichnamigen amerikanischen Gebirge stammen. Doch das stimmt nicht! Eigentlich stammt diese Pferderasse aus den Appalachen, einem Hochgebirge im Osten der USA. Warum die Pferde aber nach dem falschen Gebirge benannt wurden, ist nicht bekannt. 

Stockmaß: 142 bis 163 cm
Farben: alle außer Schecken, bevorzugt Schokoladenbraune mit flachfarbenem Langhaar
Charakter: zuverlässig, sanftmütig und freundlich
Herkunft: USA
Einsatz: Reit- und Showpferd