Pferderassen

Rheinisches Kaltblut

Das Rheinische Kaltblut ist eine vom Aussterben bedrohte Rasse. Es steht auf der Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland.
 
Im Rheinland gab es zwei Kaltblutlandrassen: den Gelderländer und den Eifeler. 1839 wurde das Landgestüt Wickrath gegründet. Es wollte, um den Forderungen der Landwirtschaft gerecht zu werden, ein schweres Pferd züchten. Ab 1876 wurden dafür Brabanter eingesetzt.

1892 wurde das „Rheinische Pferdestammbuch“ gegründet. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gab es einen regelrechten Boom dieser Kaltblutzucht. Sie machte in den 1930 er Jahren sogar bis zu 50% des gesamten deutschen Pferdebestandes aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit der Mechanisierung verlor das Rheinische Kaltblut seine Bedeutung. Heute gibt es nur noch wenige Zuchtstuten.

Das Rheinische Kaltblut hat einen großen Kopf mit geradem Profil, langen Ohren und guten Augen. Der kurze, aber gut geformte Hals geht in eine lange, schräge Schulter, wenig Rist und eine enorm breite und tiefe Brust über. Der Rücken ist oft etwas matt, die Hinterhand ist stark bemuskelt, die Kruppe ist abfallend und gespalten. Das Fundament des Rheinischen Kaltbluts ist stark, die Hufe hart und mittelgroß.

Stockmaß: 158 bis 170 cm
Farben: Braune, Füchse, Rapp-, Braun- und Fuchsschimmel
Charakter: arbeitswillig, gutes Temperament
Herkunft: Deutschland
Einsatz: Zug- und Arbeitspferd