Pferderassen

Pzredswit

Pzredswit, das Pferd mit dem nahezu unaussprechlichen Namen, gewann in der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts große Bedeutung in der innerösterreichischen Pferdezucht.
 
 Eingebettet in eine idyllische Hügellandschaft liegt der Ort Piber. Das große Gestüt in Piber wurde zur Zucht von Militär-Pferden eingerichtet und ist heute weltbekannt, weil hier seit 1915 die Lipizzaner vorwiegend für die Spanische Hofreitschule in Wien gezüchtet werden. Im Jahr 1876 kam der braune Hengst „Przedswit“ nach Piber.

Der muskulöse, englische Vollbluthengst stammt vom Gestüt des Grafen Johann Tarnowski zu Chorzelow in Galizien. Pzredswit hatte bereits den großen Preis von Baden-Baden und das berühmte Österreichische Derby gewonnen. Als der vierjährige Hengst nach Piber kam, wurden große Hoffnungen in ihn gesetzt. Mut und Intelligenz zeichneten ihn ebenso aus wie ein elegantes Äußeres mit einem geraden Kopf, großen Augen, kleinen Ohren und feinem Langhaar. Das sollte er vererben.

Przedswits Nachfahren waren harte und ausdauernde Reitpferde. Trotzdem waren sie sehr hübsch und elegant. Sie waren vor allem beim könig-kaierserlichen Militär überaus beliebt. Die Grundlage für die moderne Pferdezucht in Österreich war also geschaffen! Auch nach so vielen Jahren ist die Gegenwart des edlen Hengstes spürbar: “Przedswit“ war nämlich auch einer der wichtigsten und besten Linienbegründer des Altösterreichischen Warmblutes und des Nonius.

Stockmaß: 160 bis 162 cm
Farben: alle Farben, keine Schecken
Charakter: intelligent und mutig
Herkunft: Österreich
Einsatz: Distanzpferd