Pferderassen

Orlow-Traber

Der Orlow-Traber kommt aus Russland. Er hat seinen Namen von Alexei Orlow-Tschesmenski, der 1770 bei Katharina der Großen in Ungnade fiel und sich seitdem der Zucht von Traberpferden zuwandte. 

Alexei Orlow-Tschesmenski wollte einen Traber züchten, der sich gut für das Ziehen von Schlitten und Kutschen eignen sollte. Außerdem sollte das Pferd lange Distanzen zurücklegen können, schnell sein und die harten russischen Klimaverhältnisse bewältigen. Um diesen Traber zu züchten kaufte Alexei Orlow-Tschesmenski den Araber Smétanka und kreuzte ihn mit einer dänischen Stute. Aus einer planmäßigen und systematischen Zucht entstand in kurzer Zeit eine schöne, leistungsfähige Rasse. Eine Zeit lang waren die Orlow-Traber die schnellsten der Welt. Sie können beim Trab eine Geschwindigkeit von 52 Kilometern erreichen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Orlow-Traber aber von amerikanischen Standardbreds abgelöst. Daraufhin verkleinerte sich der Bestand stark. Die russische Reichsgestütsverwaltung griff ein und erließ Maßnahmen, um die Rasse zu retten.

Der Orlow-Traber hat einen geramsten Kopf und einen hoch angesetzten Schwanenhals. Sein Rücken ist lang, seine Brust breit, die Kruppe kurz und geneigt und der Schweif hoch angesetzt. Die Beine sind lang mit wenig Behang, die Hufe groß.

Stockmaß: ca. 160 cm
Farben: Schimmel, Füchse, Braune, Rappen
Charakter: ausgeglichen, ehrlich
Herkunft: Russland
Einsatz: Fahrsport, Landwirtschaft