Pferderassen

Oldenburger Karossier

Der Oldenburger Karossier wird auch Schweres Warmblut genannt. Er wird sowohl in Oldenburg als auch in Ostfriesland gezüchtet. 

Mit der Umzüchtung zum modernen Sportpferd, fiel der alte Typ des Oldenburger Karossier weg. Der letzte Hengst hieß Fredo. Er wurde 1971 aus der Zucht genommen.

In Sachsen und Thüringen wurden ein paar Oldenburger Karossier nachgezüchtet. Ab 1955 wurde die Rasse aber auch hier stark verringert. Doch Dr. Hertha Steiner setzte sich für die Pferde ein. Sie wurden nicht kastriert oder gar getötet, sondern als Kutschpferde erhalten. So wurden aus den übrig gebliebenen Hengsten ab 1977 und 1990 wieder eine neue Oldenburger Karossier Rasse geschaffen, die allerdings nur wenige Exemplare aufweist.

Der Oldenburger Karossier hat einen Ramskopf mit einem mächtigen Hals und einer etwas steilen Schulter. Der Rist ist breit, der Rücken kurz und die Kruppe kurz und breit mit hoch angesetztem Schweif. Die Gliedmaßen des Oldenburger Karossier sind extrem kräftig und kurz, die Hufe haben wenig Behang. 

Stockmaß: 162 bis 168 cm
Farben: ausschließlich dunkle Jacke, wenig Abzeichen, üppiges Langhaar
Charakter: gutartig, ruhig, gelassen, ausgeglichen, nervenstark
Herkunft: Sachsen und Thüringen, Landgestüt Moritzburg
Einsatz: Fahr- und Freizeitpferd