Pferderassen

Normänner Pferd

Das Normänner Pferd ist auch als Anglo-Normänner, Cob Normand oder Normanne bekannt. Es kommt aus der Normandie, wo schon seit vielen Jahrhunderten schwere Pferde gezüchtet werden. Schon damals gab es zwei verschieden Typen des Normänner Cob, das leichter Kavalleriepferd und das schwere Wirtschaftspferd. 

911 ließen sich die Normannen (auch Wikinger genannt) in Frankreich nieder und kreuzten einheimische mit mitgebrachten Pferden. Das Normannische Kaltblut entstand. Ab 1730 verringerte sich die Rasse stark, weil viele Pferde für den englisch-französischen Krieg eingezogen wurden. Erst hundert Jahre später konnte das Normannische Kaltblut wieder zu seiner alten Form zurückgebracht werden, indem man Englische Voll- und Halbblüter einkreuzte. So wurde aus dem Normannischen Kaltblut das Anglo-Normannische Warmblut oder auch Normänner Pferd.

Lange Zeit gab es drei verschiedene Typen des Normänner Pferdes: das elegante Kutschpferd (Carossier Normand), das mittelschwere Arbeitspferd (Cob Normand) und das leichte Reitpferd (Cheval de Selle). Heute existiert nur noch das mittelschwere Arbeitspferd.

Der Normänner Cob hat einen großen Kopf mit leicht geramsten Profil. Der Hals ist kräftig, die Schulter steil, der Rist kurz und der Rücken lang. Die Kruppe des Normänner Cob ist sehr kraftvoll, die Beine trocken, das Fundament ist stabil und die Hufe groß und flach. 

Stockmaß: 150 bis 160 cm
Farben: Braune, Füchse
Charakter: lebhaft, energisch, temperamentvoll, gutartig
Herkunft: Frankreich
Einsatz: Reit- und Arbeitspferd