Pferderassen

Noriker

Im Mittelalter war der Noriker ein Saumpferd. Er brachte Waren von italienischen Seehäfen zu Städten wie Salzburg und Österreich, die hinter den Alpen lagen. Ihren Namen haben die Noriker von der Provinz "Noricum", dem heutigen Österreich. Vor ca. 2.000 wurden sie hier von Rittern als Reitpferde genutzt. 

Ab 1565 wurde der Noriker mit Neapolitanischen und Spanischen Hengsten veredelt. Bis heute sieht man die Merkmale dieser Pferde im Äußeren des Noriker-Pferdes.

Heute gibt es fünf verschiedene Noriker-Typen. Am stärksten ist die Vulkan-Linie, gefolgt von der Nero-Linie und der Diamant-Linie. Die Schaunitz-Linie und die Elmar-Linie sind beide vom Aussterben bedroht. Die Linien wurden nach ihren Stammvätern benannt. So heißt der Stammvater der Vulkan-Linie Gothe Vulkan.

Der Noriker ist ein leichtes Kaltblut. Der Kopf ist trocken mit feurigen Augen, einem geraden Profil und weiten Nüstern. Der Hals ist kräftig, die Schultern abfallend, der Rücken mittellang und stabil. Der Rist ist wenig ausgebildet, die Kruppe oft gespalten. 

Der Noriker wird auch Pinzgauer genannt. 

Stockmaß: 155 bis 165 cm
Farben: fast alle
Charakter: kräftig, ausdauernd, trittsicher, gutmütig
Herkunft: Österreich
Einsatz: Reit- und Kutschpferd