Pferderassen

Nordschwede

Der Nordschwede stammt vom schwedischen Landpferd ab. Lange Zeit wurde der schwedische Landschlag mit vielen verschiedenen Pferden gekreuzt, so dass die Zucht ziemlich unsystematisch war. Erst die Einkreuzung des Dölepferdes brachte die gewünschten Ergebnisse. Man erhielt ein leichtes Pferd, das man auch vor die Kutsche spannen konnte. 

Im 19. Jahrhundert wünschte man sich ein schweres Arbeitspferd. Clydesdales wurden eingekreuzt. 1920 wurde das Stutbuch eingeführt. Ab jetzt durfte der Nordschwede nur noch rein gezüchtet werden. Alle Hengste wurden auf ihre Zugkraft, Willigkeit und Umgänglichkeit getestet.

Auch heute noch werden die Nordschweden in der Landwirtschaft eingesetzt. Wegen ihres guten Charakters und ihres raumgreifenden Trabs sind sie auch als Kutsch- und Freizeitpferde sehr beliebt.

Der Nordschwede hat einen großen Keilkopf mit geradem Profil. Der Hals ist kurz und kräftig, die Schulter steil, der Rist wenig ausgeprägt. Die Brust ist breit, der Rumpf kompakt, der Rücken lang und breit und die Kruppe muskulös. Das Fundament des Nordschweden ist stabil, die Beine kurz und kräftig mit großen, harten Hufen.

Stockmaß: 153 bis 158 cm
Farben: vorwiegend Braune und Rappen, selten Falben und Füchse
Charakter: robust, ausdauernd, energisch
Herkunft: Schweden
Einsatz: früher Armeepferd, heute Forst- und Landwirtschaftspferd