Pferderassen

Nonius

Der Nonius ist die älteste ungarische Warmblutrasse. Sie geht nicht, wie viele ungarische Pferde, auf Landrassen zurück, sondern auf den Anglo-Normänner Hengst Nonius, der 1810 in Frankreich geboren wurde. 

Nach der Niederlage Napoleons erbeutete die österreichische Armee den Hengst und brachte ihn nach Wien. Von dort aus wurde er in das Staatsgestüt Mezöhegyes gebracht und in der Zucht eingesetzt. Leider hatte Nonius einen schweren Ramskopf und tiefliegende, kleine Augen. Die wurden aber mit ungarischen, türkischen, spanischen, arabischen und Lipizzaner-Stuten weggezüchtet. Insgesamt kamen aus der ersten Paarung 15 Zuchthengste heraus. Auf Nonius IV. gehen heute alle Noniusse zurück.

Ab 1861 unterschied man zwei verschiedene Nonius-Typen. Den schweren, der für die Landwirtschaft eingesetzt wurde und den leichten, der als Kutsch-, Sport- und Reitpferd genutzt wurde.

Der Nonius hat einen großen geramsten Kopf mit langen Ohren und kleinen Augen. Der Hals ist gut geschwungen, die Schulter steil, der Widerrist flach und lang und der Rücken lang und breit. Die Kruppe ist kräftig und kurz, das Fundament kräftig, die Hufe groß mit wenig Behang.

Stockmaß: 150 bis 165 cm
Farben: meist Braune oder Rappen, wenig Abzeichen
Charakter: zäh, robust, gutmütig, lernwillig
Herkunft: Ungarn
Einsatz: Arbeits- und Sportpferd, Zugpferd, Reitpferd und Freizeitpferd