Pferderassen

Namib-Pferd

Namib-Pferd steht eigentlich für Namibisches Pferd. Es lebt in der Namibischen Wüste im Süden Afrikas. Eigentlich unvorstellbar, dass irgendein Lebewesen bei 45 Grad brennender Sonne überleben kann. Doch die Namib-Pferde leben seit 100 Jahren in der glühenden Hitze. Sie haben sich ganz ohne menschliches Eingreifen entwickelt.
 
Wie die Pferde in die Wüste gekommen sind, weiß niemand so genau. Wahrscheinlich ist aber, dass es während des Ersten Weltkriegs deutsche Truppen gab, die Pferde besaßen. Bei ihrem Rückzug haben die Soldaten die Pferde zurückgelassen.

Auch die Südafrikaner hatten während des Ersten Weltkrieges Truppen in der Wüste und haben nicht alle Pferde auf ihrem Zug gegen die Deutschen wieder eingesammelt. Über Generationen haben sich die zurückgelassenen Pferde der Wüste angepasst. Und das ist gar nicht so leicht, denn es gibt nur eine einzige Wasserquelle in der Gegend. Um dahin zu kommen, müssen die Pferde lange Wanderungen auf sich nehmen.

 Das Namib-Pferd hat einen keilförmigen, mittelgroßen Kopf mit geradem Profil. Der Hals ist schlank, der Widerrist deutlich, die Schultern lang und etwas steil. Namib-Pferde haben einen schmalen, tiefen Brustkorb und eine oft abgeschlagene Kruppe.

Stockmaß: 145 bis 155 cm
Farben: vorwiegend braun
Charakter: genügsam, resistent
Herkunft: Namibia
Einsatz: Wildpferd