Pferderassen

Murgese

Der Murgese ist eine sehr alte Pferderasse. Er gehört zu den Barockpferden. Barock ist eine Epoche, die von 1575 bis 1770 dauerte. Barockpferd sagt man zu den Pferden, die in der Zeit des Barock an Höfen und Reitschulen eingesetzt wurden und eine etwas üppigeren und runden Körper haben. 

Murgesen stammen aus Apulien. Das erste Mal wurden sie in der Zeit Kaiser Friedrichs II. erwähnt, der von 1194 bis 1250 lebte. Um 1900 wurden Murgesen hauptsächlich für die Landwirtschaft eingesetzt. Am Anfang gab es einen leichten und einen schweren Schlag. Beide Schläge waren um 1900 vom Aussterben bedroht.

1926 beschloss das italienische Landwirtschaftsministerium die Rasse zu retten. Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Murgese erfolgreich im Forstbetrieb und als Reittouristenpferd eingesetzt.

Der Murgese hat oft einen Ramskopf mit großer Stirn, gleichmäßigen Ohren, großen Augen und weiten, beweglichen Nüstern. Der Hals ist muskulös und hat eine üppige Mähne und die Schultern sind leicht geneigt. Der Rist des Murgesen ist gut ausgeprägt, der Rücken gut getragen, die Kruppe muskulös. Die Gliedmaße sind solide, die Hufe fest.

Stockmaß: 150 bis 168 cm
Farben: meist Rappen, gelegentlich Mohrenköpfe
Charakter: trittsicher, ausdauernd, lebhaftes Temperament
Herkunft: Italien
Einsatz: Polizeipferd, Reittourismus