Pferderassen

Muraközi

 

Der Muraközi wird auch Muraközer Pferd, Murakoz oder Murinsulaner genannt. Er stammt aus Westungarn und ist eine Mischung aus schweren, einheimischen Pferden, Pecherons und Norikern. Aus dieser Mischung entstanden zwei Schläge: Der schwere Muraközi aus dem Muratal und der leichte Pinkaföj aus der Bergregion. Der Pinkaföi verlor durch unsystematische Zucht allerdings sein Profil während der Muraközi zu einem beliebten Arbeitspferd wurde. 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts brauchte man schwere Pferde für die Landwirtschaft. In den Muraközi wurden schwere Ardenner eingekreuzt. So wurde der Muraközi so beliebt, dass nach dem Ersten Weltkrieg jedes fünfte Pferd in Ungarn ein Muraközi war.

Im Zweiten Weltkrieg starben sehr viele Muraközis. Man baute die Zucht mit Ardennern aus Belgien und Frankreich wieder auf. Allerdings wurden die Tiere schon sehr bald von Maschinen in der Landwirtschaft abgelöst. Heute ist der Muraközi vom Aussterben bedroht – das Institut für Tierzucht von Keszthely bemüht sich aber um die Erhaltung der Rasse.

Der Muraközi hat einen ausdrucksvollen Kopf mit geradem Profil. Der Hals ist kräftig mit dichter Mähne. Die Schulter des Muraközi ist schräg und endet in einem flachen Rist. Der Rumpf ist kompakt, die Brust breit und tief. Die Spaltkruppe ist gut bemuskelt, das Fundament korrekt und trocken.

 

Stockmaß: 155 bis 160 cm
Farben: meist Schimmel und Rappen
Charakter: ausgeglichen, freundlich
Herkunft: Ungarn
Einsatz: Landwirtschaft