Pferderassen

Mecklenburger

Der Mecklenburger ist eine Mischung aus bäuerlichen Hengsten und Stuten. Der erste Mecklenburger wurde 1812 im Gestüt Redefin gezüchtet.

Am Anfang hatte man große Schwierigkeiten mit der Zucht. Zuerst wurden die Pferde zu leicht, dann zu schwer. Erst durch eine Umstellung der Zuchtordnung gelang es Ende des 19. Jahrhundert ein gutes, brauchbares Pferd zu schaffen. Das gelang mit der Einkreuzung von hannoverschen Warmblütern.

Im Zweiten Weltkrieg starben viele Mecklenburger. Fast 70% des Bestandes kam aus dem Krieg nicht mehr zurück. In den 1960er Jahren wurde in der DDR die „Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft“ (LPG) geschaffen. Kleine Felder wurden zu großflächigen Felderwirtschaften zusammengelegt. Maschinen beackerten die Felder und machten das Pferd in der Landwirtschaft überflüssig. Doch mit dem Untergang des Pferdes in der Landwirtschaft öffnete sich ein neues Feld für das Tier: der Sport. 1961 wurde der erste Deutsche Pferdesport-Verband gegründet.

In den 1970er Jahren wurde die Pferdezucht in der DDR umorganisiert. Das „Edle Warmblut der DDR“ wurde geschaffen. Für dessen Züchtung wurde auch der Mecklenburger eingesetzt. In den 1990ern und mit Ende der DDR wurde das Edle Warmblut der DDR wieder aufgelöst. Die alten Warmblutrassen wurden wiederhergestellt. 

Stockmaß: 150 bis 170 cm
Farben: alle Grundfarben
Charakter: gutmütig, energisch, leistungsbereit, mutig
Herkunft: Mecklenburg-Vorpommern
Einsatz: Reitpferd