Pferderassen

Litauer Warmblut/ Lettisches Warmblut

Das Litauer und das Lettische Warmblut sind eigentlich ein und dieselbe Rasse. Sie unterscheiden sich nur in dem Land, in dem sie aufwachsen. Das Litauer/ Lettische Warmblut stammt von kleinen robusten Arbeitspferden ab, die schon seit vielen, vielen Jahren in den baltischen Ländern leben. Sie wurden mit finnischen, russischen und anderen Pferden gekreuzt. Heraus kam das Litauer/ Lettische Warmblut.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde versucht, die Rasse zu veredeln. Doch die Hengste, die zur Veredelung ausgesucht wurden, waren alle sehr unterschiedlich. So brachte man die leichten Hengste nach Nord-Lettland während die schweren nach Süd-Lettland gebracht wurden.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden Oldenburger, Orlow-Traber und Hannoveraner eingekreuzt. Die Pferde mussten sich einer Leistungsprüfung unterziehen und wurden stark aussortiert. 1952 schloss man die Veredelung ab. Aus dem Litauer/Lettischen Warmblut war ein robustes Gebrauchspferd geworden.

Das Litauer/Lettische Warmblut ist ein praktisches Wirtschaftspferd. Sein Kopf ist groß mit geradem Profil. Der Hals ist kräftig, die Schulter lang, schräg und massiv und der Rist flach und breit. Der Rumpf des Litauer/Lettischen Warmblutes ist tonig, die Kruppe kräftig und breit.

Stockmaß: rund 162 cm
Farben: meist Braune, Füchse und Rappen
Charakter: hart, gutmütig, lebhaft, schnell
Herkunft: Litauen/ Lettland
Einsatz: Reit- und Zugpferd