Pferderassen

Litauer Kaltblut

Das Litauer Kaltblut geht auf das Zhmud-Pferd zurück. Es war ein sehr leistungsfähiges Landwirtschaftspferd, das dafür gezüchtet wurde die schweren Landmaschinen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufkamen, zu ziehen.

Zhmud-Stuten wurden mit westeuropäischen Hengsten wie Arabern, Ardennern, Brabantern und englischen Vollblütern gepaart. Später wurden Schweden-Ardenner eingekreuzt. Sehr schnell hatte man das perfekte Landwirtschaftspferd – das Litauer Kaltblut.

Ab 1951 verschärfte sich die Zucht. Die Deckhengste wurden auf ihre Leistungen hin geprüft. 1963 erkannte man das Litauer Kaltblut als eigenständige Rasse an.

Das Litauer Kaltblut hat einen groben Kopf, der in einem kurzen, muskulösen Hals endet. Der Körper ist massiv, das Fundament stark. Das Litauische Kaltblut hat einen langen Rumpf und eine muskulöse Brust. Die Kruppe ist breit und abfallend, die Gesäßmuskulatur deutlich gespalten. Die Hinterbeine sind manchmal kuhhessig oder säbelbeinig, das Langhaar ist grob, dicht und gewellt.

Stockmaß: 152 bis 162 cm
Farben: Brauner, Fuchs, Rappe, Schimmel
Charakter: freundlich, leistungsbereit, robust, pflegeleicht
Herkunft: Litauen
Einsatz: Zug- und Arbeitspferd, landwirtschaftliches Arbeiten