Pferderassen

Kustanaier

Der Kustanaier ist ein Steppenpferd. Er lebt im Süden Kasachstans und entstand am Ende des 19. Jahrhunderts. Der Kustanaier ist eine Mischung aus Kasachen-Steppen-Pferd mit Donpferden, Kasachen, Streletzker Arabern, Kalmücken-Pferden und englischen Halbblütern. Trotz der vielen Versuche war die Zucht im ersten Moment ein Misserfolg. Nur durch die besten Zuchtstuten, gutes Kraftfutter und das Einkreuzen von Englischen Vollblütern konnte das Zuchtziel erreicht werden.

1951 wurde der Kustanaier offiziell anerkannt. Insgesamt gibt es drei Typen des Kustanaier: Der Reitpferdetyp ist ein sehr edles Pferd mit großer Ausstrahlung. Er wurde stark vom Englischen Vollblut beeinflusst und ist vielseitig einsetzbar.

Der Grundtyp wird auch Robusttyp genannt. Er ist vor allem aus Donpferden und Kasachen entstanden. Der Grundtyp ist ein zähes, robustes Wirtschaftspferd. Der Zugtyp ist aus dem Grundtypen entstanden. Er ist durch russische Kaltblutrassen beeinflusst worden und wird hauptsächlich als Zugpferd in der Landwirtschaft eingesetzt. Er ist schwer und kompakt.

Der Kopf des Kustanaier ist mittelgroß mit breiter Stirn, geradem Profil, wachen Augen, beweglichen Ohren und großen Nüstern. Der Hals ist lang, gerade und gut bemuskelt, Der Rist ist markant, die Schulter lang und schräg. Der Rücken ist gerade und kräftig mit guter Satellage und leicht abfallender Kruppe. Das Fundament des Kustanaier ist stabil, die Hufe gesund und fest.

Stockmaß: um 155 cm
Farben: Füchse, Braune, Dunkelbraune
Charakter: genügsam, hart, widerstandsfähig
Herkunft: Kasachstan
Einsatz: Reit- und Zugpferd