Pferderassen

Konik

Das Konik ist den osteuropäischen Wildpferden sehr ähnlich. Es ist mit allen übrigen Kleinpferden des osteuropäischen Großraumes, wie dem Pnajes und dem Schweiken eng verwandt.

Konik bedeutet auf Polnisch „Pferdchen“ oder „kleines Pferd“. Koniks sind eine polnische Landrasse. Sie gingen aus den robusten Landpferden der Bilgoraj-Region hervor. Die polnischen Landpferde wuchsen aufgrund der Armut der Bauern oft ohne menschliches Eingreifen auf. So wurden die Pferde sehr robust. Im Ersten Weltkrieg hießen die Landrassen Panjes und wurden für den Transport deutscher und russischer Truppen benutzt.

Ab 1923 prägte der Krakauer Landwirtschaftsprofessor Tadeusz Vetulani den Namen „Konik“ für die Panje-Pferde aus der Bilgoraj-Region. In den 1920er und 30er Jahren wurden Gestüte errichtet, die sich um die Erhaltung des Konik kümmerten. Tadeusz Vetulani glaubte, dass das Konik ein Nachfahre der wilden osteuropäischen Pferde war. Ab 1936 unternahm er Versuche diese Pferde aus den Koniks zurück zu züchten. Die Versuche wurden durch den Zweiten Weltkrieg beendet.

Das Konik ist ein schwarzfalbenes Pferd mit dunklem Aalstrich und dunklen Beinen. Der Kopf des Konik ist mittelgroß mit geradem oder konkavem Profil. Der Hals ist kurz und breit mit üppigem, dichtem Langhaar. Der Rumpf ist lang, die Brust breit und tief. Die Kruppe ist eher kurz und abgeschlagen, der Schweifansatz mitteltief, die Beine kurz und kräftig.

Stockmaß: um 132 cm
Farben: Graufalben mit Wildzeichen, Graubraune
Charakter: ausdauernd, widerstandsfähig
Herkunft: Polen
Einsatz: Zucht und Landwirtschaft