Pferderassen

Kisbérer

Der Kisbérer ist eine edle Halbblutrasse. Er hat mehr Englisches Vollblut-Blut in sich als alle anderen Halbblutrassen. Der Kisbérer hat seinen Namen von dem Gestüt Kisbér, das südlich von Budapest liegt.

Der Kisbérer ist eine Mischung aus vielen verschiedenen Pferden. Das liegt daran, dass es wenig gute Pferde zur Zucht in Ungarn gab und man kein Geld hatte, ausländische Pferde ins Land zu holen. So ist der Kisbérer eine Mischung aus 317 verschiedenen Stuten. Darunter Arabische Vollblüter, Englische Voll- und Halbblüter, Irische Halbblüter, Norfolk Trotter, Mecklenburger, Lipizzaner und Percherons.

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg erreichte die Kisbérer-Zucht ihren Höhepunkt. Im darauffolgenden Krieg litt die Zucht allerdings sehr stark. Es war kein Geld für Zuchtpferde da, viele Tiere mussten in den Krieg ziehen, nur wenige kamen zurück,. 1920 züchtete man den Kisbérer leicht um. Er wurde jetzt schwerer und bekam mehr Kaliber.

Der Kisbérer hat einen geraden Kopf mit kleinen Ohren und großen Augen. Der Rist ist gut ausgeprägt, der Rücken kurz, die Kruppe lang und gut bemuskelt. Der Kisbérer hat harte Hufe und feines Langhaar.

Stockmaß: 160 bis 165 cm
Farben: alle außer Schecken
Charakter: temperamentvoll, intelligent, mutig
Herkunft: Ungarn
Einsatz: Freizeit, Dressur, Springen, Fahren, Distanz