Pferderassen

Kiger Mustang

Im 15. Jahrhundert kamen spanische Eroberer nach Amerika. Sie brachten ihre Pferde mit, die sich mit den Pferden der späteren Einwanderer vermischten. Heraus kam der Kiger Mustang.

Um 1600 kamen Indianer das erste Mal durch Handel, Tausch oder Diebstahl in den Besitz von Kiger Mustangs. Das veränderte das Leben der Ureinwohner komplett. Sie waren auf einmal viel mobiler, hatten mehr Erfolg bei der Büffeljagd und konnten sich besser gegen die Weißen wehren. Die Indianer bildeten immer größere Kiger Mustang-Herden. Die Schwarzfuß-Indianer wurden sogar richtig berühmt für ihre tollen Pferde und sehr guten Reiter. Ende des 19. Jahrhunderts waren die Herden der Indianer am größten. Doch schon kurz danach verloren die Rothäute endgültig gegen die Weißen. Sie kamen in Reservate, ihre Pferde wurden getötet oder mit anderen Rassen gekreuzt.

1977 wurden Kiger Mustangs in Oregon entdeckt. Insgesamt gab es noch 27 Exemplare. Die Pferde wurden in ein Gebiet umgesiedelt, indem sie sich nicht mit anderen Rassen vermischen konnten. So wollte man die Kiger Mustangs rein erhalten. 1988 wurde die "Kiger Mesteño Association" (KMA) gegründet, die sich um den Erhalt der Rasse kümmert.

Der Kiger Mustang hat einen langen Kopf mit geradem oder ramsigem Profil, großen Augen und einem feinen Maul. Der Hals ist kurz und kräftig, der Rist flach und der Rücken kurz. Die Gliedmaße sind kräftig, die Hufe klein und hart.

Stockmaß: 138 bis 155 cm
Farben: vor allem Falben oft mit zweifarbigem Langhaar
Charakter: freundlich, klug, vertrauensvoll
Herkunft: USA
Einsatz: Western, Freizeit