Pferderassen

Italienisches Kaltblut

Das Italienische Kaltblut ist eine sehr seltene Pferderasse, die selbst in Italien nur vereinzelt anzutreffen ist.

1860 wurde in Ferrara ein Hengstdepot errichtet, indem Vollblüter, Hackneys und orientalische Pferde miteinander gekreuzt wurden. Vom 19. zum 20. Jahrhundert kamen schwere Rassen dazu. Heraus kam ein gutes, fleißiges Arbeitspferd, das auf den Namen "Tiro Pesante Rapido" hörte. Das bedeutet auf Italienisch "schnelles Zugpferd".

Im ersten Weltkrieg starben viele italienische Kaltblüter. Die Rasse musste wieder hergestellt werden. Dafür kreuzte man den Bretonen ein. Heute ist das Italienische Kaltblut mit einem Bestand von ca. 1.000 Stuten gerettet.

Der Kopf des Italienischen Kaltblutes hat ein gerades Profil und ein kleines Maul. Der Hals ist schwer und hoch aufgesetzt, die Mähne dicht. Die Schulter des Italienischen Kaltblutes ist schräg, die Brust breit und der Rist wenig ausgeprägt. Der Rumpf ist tief, der Rücken kurz und die Spaltkruppe gut gerundet. Das Fundament des Italienischen Kaltblutes ist solide, die Hufe groß mit ein wenig Behang.

Stockmaß: 150 bis 160 cm
Farben: überwiegend Füchse mit hellem Langhaar, manchmal auch Rotschimmel und Braune
Charakter: willig, ausdauernd
Herkunft: Italien
Einsatz: Zug- und Arbeitspferd