Pferderassen

Hessisches Warmblut

In Hessen züchtete man lange Zeit ausschließlich schwere Wirtschaftspferde. Nur in Kurhessen und Hessen-Nassau gab es kleine Warmblutzuchten, die sich um das Hessische Warmblut kümmerten. Bis 1906 veredelte man das Hessische Warmblut mit oldenburgisch-ostfriesischen Hengsten, ab 1962 wurden Hannoveraner und Trakehner-Hengste eingekreuzt.

1972 wurde die Gestüte Kurhessen und Hessen-Nassau zusammengelegt und der Verband Hessischer Pferdezüchter gegründet. Er kümmerte sich um die Züchtung des Hessischen Warmbluts. Am 01.07.2005 schloss der Verband sich dem Hannoveraner Verband an. Bis 2009 wurde ein separates Zuchtbuch Hessen geführt, danach ging die hessische Pferdezucht ganz in der Zucht des Hannoveraners über.

Heute gibt es über 5.000 Hessische Warmblut-Stuten. Die Rasse eignet sich sowohl als Spring- und Dressurpferd und konnte schon einige große Erfolge im Leistungssport verzeichnen.

Der Kopf des Hessischen Warmblutes ist gerade, der Hals lang und gut geformt. Der Rist ist ausgeprägt, der Rücken und die Kruppe lang, aber kräftig. Das Fundament des Hessischen Warmblutes ist stabil, die Hufe gut ohne Behang.

Stockmaß: 163 bis 175 cm
Farben: Braune, Füchse, Rappen, Schimmel, Schecken
Charakter: sensibel, intelligent, leistungsbereit, ausgeglichen
Herkunft: Deutschland
Einsatz: Reitpferd