Pferderassen

Friese

Friesen verdanken ihren Namen dem ländlichen Heimatort, der holländischen Provinz Friesland. Im 16. und 17. Jahrhundert, als die Niederlande von Spanien besetzt wurde, kreuzten sich prächtige Andalusier und holländische Kaltblüter. Entstanden sind die barocken Friesen.

Die Fohlen sind relativ groß und tollen am liebsten den ganzen Tag miteinander auf der Weide. Bei der Geburt ist das Friesenfell noch braun – im Laufe der Jahre wird es pechschwarz. Kurze Mähne, langes Fell und ein sicherer Tritt sind außerdem typisch!

Die schwarzen Pferde gehören zu einer der ältesten Pferdezuchten Europas. Nur einmal gerieten sie in Gefahr – Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Zucht fast eingestellt. Niemand wollte ein Friesenpferd haben. Erst die Einkreuzung prächtiger, deutscher Oldenburger verhalf ihnen wieder zu Ansehen.

Obwohl Friesen sehr groß und kräftig sind, stecken in ihnen sanftmütige und freundliche Seelen. Sie sind sehr menschenbezogen und gehen mit ihrem Reiter durch dick und dünn. Früher wurden Friesen ausschließlich als Zug- und Arbeitspferde verwendet. Heutzutage hat man die Kraftpakete auch als Show- und Dressurpferd entdeckt! Friesen müssen schwarz sein und dürfen keine Abzeichen haben. Nur dann werden sie ins Zuchtbuch eingetragen. Früher hatten sie auch braunes Fell. Die letzte eingetragene braune Friesenstute lebte 1928 und hieß Patricia.

Stockmaß: 155 bis 160 cm
Farben: nur Rappen
Charakter: ruhig, freundlich, sensibel, zutraulich, kraftvoll
Herkunft: Westfriesland (Niederlande)
Einsatz: Zugpferd, Reit- und Dressurpferd (Hohe Schule)