Pferderassen

Freiberger

Der Freiberger lebt schon seit Jahrhunderten in der Abgeschiedenheit der Schweizer Berge. Heute ist er das letzte leichte Kaltblutpferd Europas.

Erste Spuren des Freibergers gibt es schon im 15. Jahrhundert. Aus orientalischen und Comtoishengsten wurde ein kräftiges Pferd gezüchtet, das in der Armee und der Landwirtschaft eingesetzt wurde.

Während der Französischen Revolution und der Napoleonischen Kriege brauchten vor allem die Franzosen das Freiberger-Kaltblut. Ab 1840-50 setzten die Franzosen allerdings immer mehr eigene Pferde ein – die Freibergerzucht ging stark zurück. Die Schweizer Regierung griff ein, um dafür zu sorgen, dass man genug Freiberger für das eigene Militär hatte. Normannen und englische Rassen wurden eingekreuzt. So entstand auch der Hengst Vaillant, auf den heute noch 70% der Freiberger zurückgehen.

Im 19. Jahrhundert wurden verschiedene Vollblüter eingekreuzt. Die Bauern brauchten ein schweres Landwirtschaftspferd. Sie kreuzten Percherons, Shires und andere schwere Rassen ein. Aus dieser wahllosen Zucht entstand leider kein vielversprechendes Pferd. So beschloss man ab 1910, den Freiberger nur noch rein zu züchten. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde der Freiberger in der Armee eingesetzt. Um 1960 wurden schwedische Warmblüter eingekreuzt, um wieder ein leichteres Pferd zu bekommen.

Stockmaß: 150 bis 160 cm
Farben: häufig Braune und Füchse, selten Rappen und Schimmel
Charakter: lernfähig, freundlich, menschenbezogen
Herkunft: Schweiz
Einsatz: Fahr- und Reitpferd, Pferd der Schweizer Armee