Pferderassen

Falabella

Über Stock und Stein muss es gehen. Im Galopp. Mit dem Wind in den Haaren. Von so einem Ritt träumt doch jeder – aber nicht mit dem argentinischen Falabella-Pferdchen. Das ist zu klein und trägt keinen Reiter. Das Falabella findest du nicht so leicht auf dem Reiterhof, der Kirmes oder im Zirkus. Sein Zuhause ist in Argentinien. Das ist fast 12.000 Kilometer von uns entfernt.
 
Vor etwa 150 Jahren begann seine Zucht auf einer Farm südlich der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Der Züchter hieß Falabella und das Pferd, das er sich wünschte, sollte winzig wie ein Shetty sein. Warum so klein? Ein kleines Pferd wie das Falabella kann nicht geritten werden. Es wiegt so wenig, dass es schnell zu frieren beginnt wenn es lange auf der Weide steht. Kraft und Ausdauer fehlen ihm, aber diese Eigenschaften wollte ihm sein Züchter auch gar nicht mit auf den Weg geben. Das Falabella ist dein Freund! Es ist der perfekte Beistellgefährte für die Großen – Arbeitspferde, Reitpferde, Dressurpferde, Rennpferde und Showpferde. Eigensinnig? Vielleicht. In jedem Fall sanft und freundlich.

Zart, fast zerbrechlich wirkt es, wenn es mit seinen kurzen Beinen auf dich zuläuft. Aber lass dich davon nicht täuschen. Das Falabella hat mehr Mut und Verstand als viele seiner großen Freunde. Es liebt die Show und zögert nicht, über Hindernisse zu springen.

In den USA, wo das Pferd ein zweites Zuhause hat, wird es häufig neben Hund und Katze als Haustier gehalten. Es kommt sogar als „Blindenhund“ für sehbehinderte Menschen zum Einsatz. Bravo, kleiner Helfer!

Stockmaß: bis maximal 72 cm
Farben: alle Fellfarben, auch Appaloosa-Scheckung
Charakter: mutig, intelligent, hilfsbereit, sanft, freundlich und eigensinnig
Herkunft: Argentinien in Südamerika
Einsatz: Show und Zirkus, auch Haustier