Pferderassen

Esperia-Pony

Das Esperia-Pony heißt in seiner Heimat Italien Pony di Esperia. Es lebt hoch oben in den Bergen der Monti Lepini. Und das Leben in den Bergen kann ganz schön gefährlich sein. Deswegen wissen die Ponys: Wenn die Mutter ruft, droht meistens Gefahr. Oft sind es die Bergwölfe, vor denen sich die Ponys in Acht nehmen müssen. Deswegen leben Esperia-Ponys oft in großen Herden.

Das Esperia-Pony ist nicht, wie andere Wildpferde scheu oder gar unzähmbar. Nein, es ist freundlich und wird von Kindern gern als Trekkingpony benutzt.

Der alte Schlag der Esperia-Ponys geht wahrscheinlich auf die alten Bergponys des westlichen Mittelmeerraumes zurück. Das heutige Esperia-Pony wurde von einem adeligen Besitzer wiedererschaffen. Es ist die Kreuzung eines orientalischen Hengstes mit den einheimischen Landstuten. Wann das stattfand, kann nicht genau gesagt werden. Sicher ist, dass Esperia-Ponys im 19. und 20. Jahrhundert von Kleinbauern in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Mit der Mechanisierung verloren die Esperias ihre Rolle, wurden aber seit 1993 wieder gefördert.

Das Esperia-Pony hat einen geraden Kopf mit freundlichem Gesicht und kleinen Ohren. Der Hals ist ausreichend lang, der Widerrist gut markiert. Die Schulter ist etwas steil, der Rücken tragfähig, die Kruppe oft etwas abgeschlagen. Das Langhaar ist üppig, der Schweifansatz tief. Das Fundament ist hart mit stahlharten Hufen, die Beine sind oft kuhhessig oder säbelbeinig.

Stockmaß: 120 bis 130 cm
Farben: Rappen
Charakter: robust, anspruchslos, zuverlässig, freundlich
Herkunft: Italien
Einsatz: Wildpferd, Trekkingpony