Pferderassen

Englisches Vollblut

Das Englische Vollblut wurde extra für Galopprennen gezüchtet. In England heißt das Vollblut auch "thouroughbred". Das bedeutet "durchgezüchtet" und trifft beim Englischen Vollblut voll ins Schwarze. Denn sein Stammbaum lässt sich bis ins 18 Jahrhundert zurückverfolgen. Die Stutenlinie sogar bis ins 17. Jahrhundert.

Englische Vollblüter sind die schnellsten Rennpferde der Welt. Bei Rennen erzielen sie oft mehrere Millionen Dollar. Die offizielle Vollblutzucht begann 1793 in England. Da wurde das erste Gestütbuch veröffentlicht. 1791 gab es eine Art Vorbuch. Hier wurden alle einheimischen und eingeführten Stuten und Hengste aufgeführt. Auf dieses Gestütbuch sind alle Vollblüter lückenlos über 30 Generationen hinweg zurückzuführen. Die drei Stammväter Byerley Turk, Darley Arabian und Godolphin Arabian sind die Vorfahren von mindestens 80 Prozent aller Vollblüter.

Um Zuchttiere auszusuchen, werden die besten Pferde aus den Rennen ausgewählt. Seit 1709 werden dazu alle Ergebnisse der Galopprennen mit allen Einzelheiten in einem Rennkalender zusammengefasst. Nur die gesunden, schnellen Vollblüter werden zur Zucht weiter verwendet. Vollblüter werden seit 30 Jahren ohne fremde Einkreuzungen nur nach der Rennleistung gezüchtet. Deshalb wird die Vollblutzucht auch als "Krone der Tierzucht" bezeichnet.

Von England aus hat sich die Vollblutzucht auf die ganze Welt ausgedehnt. In Deutschland fand das erste Rennen 1822 in Bad Doberan in Mecklenburg statt.

Stockmaß: 160 bis 170 cm
Farben: meist Braune und Füchse, selten Schimmel und Rappen
Charakter: leistungsbereit, schnell
Herkunft: Großbritannien
Einsatz: Rennsport, Galopprennen, Reitsport