Pferderassen

Einsiedler

Der Einsiedler hat seinen Namen von dem Benediktinerstift „Unsere liebe Frau zu Einsiedeln“, der im 10. Jahrhundert existierte. Die dort lebenden Mönche hatten die Pferdezucht für sich entdeckt und bauten so den Einsiedler auf.
 
Um 1500 war das Gestüt besonders erfolgreich. In dieser Zeit wurde der Einsiedler auch über die Grenzen der Schweiz sehr beliebt. So zum Beispiel in Italien, wo er als "Caballo della Madonna" berühmt geworden ist.

In den Einsiedler wurden spanische, friesische und italienische Pferderassen eingekreuzt, bis Pater Isidor Moser 1784 das Gestütbuch gründete. Damit wollte er sicherstellen, dass der Einsiedler ab jetzt rein gezüchtet werden sollte. 1789 wurden alle Einsiedler von den französischen Revolutionären gestohlen. Die Rasse mit den noch im Land gebliebenen Stuten und Hengsten wieder aufzubauen war sehr mühsam und aufwendig.

Der Einsiedler hat einen ausdrucksvollen Kopf und einen korrekt geformten Hals. Die Schultern sind schräg, der Widerrist ist gut ausgeprägt. Die Gliedmaße des Einsiedlers sind kurz, trocken und hart, die Gelenke gut, die Hufe hart.

Stockmaß: 155 bis 165 cm
Farben: alle Grundfarben, vor allem Braune
Charakter: lebhaft, hart, ausdauernd
Herkunft: Schweiz
Einsatz: Sportpferd, Fahrpferd