Pferderassen

Criollo

Der Criollo ist eine der zähesten und widerstandsfähigsten Pferde der Welt. Er kann sehr lange Zeit ohne Futter auskommen. In seiner Heimat Südamerika wird er regelmäßig einer schweren Prüfung unterzogen. Innerhalb von 14 Tagen muss der Criollo 750 Kilometer zurücklegen. Dabei darf er nicht gefüttert werden. So will man die Ausdauer und Regenerationsfähigkeit des Pferdes beweisen.

1535 gründete Pedro de Mendoza Buenos Aires, die Hauptstadt Argentiniens. Während seines Aufenthaltes in Argentinien entliefen dem spanischen Eroberer einige Pferde. Sie vermischten sich mit den Pferden Chiles und Perus. Innerhalb weniger Jahrzehnte entstanden so große Herden freilebender Pferde.

Nur die stärksten dieser Pferde überlebten. So entstand ein extrem zähes und ausdauerndes Tier. Auf der Basis des Criollos ist in Brasilien der Crioulo, in Chile der Corralero, in Peru der Costeno und der Marocucho und in Venezuela der Llanero entstanden.

Der argentinische Tierarzt Dr. Emilio Solanet legte 1918 das Zuchtbuch für die Criollos an. Ab jetzt unterscheidet man zwischen reinen Criollos (Criollos definitivo) und Mischlingen (Mestizos/Cruzados).

Stockmaß: 142 bis 152 cm
Farben: alle
Charakter: widerstandsfähig, zäh, ausdauernd
Herkunft: Südamerika
Einsatz: Reitpferd, Hirtenpferd, Patrouillenpferd, Expeditionspferd