Pferderassen

Costeno

Der Costeno wird in Argentinen und Uruguay Criollo genannt, in Chile Corralero, in Venezuela Llanero und in Peru eben Costeno oder Morochuco.

Der Costeno ist eine Variante des Peruanischen Pasos. Christoph Columbus brachte bei seiner zweiten Reise nach Amerika Pferde mit. Darunter Sorrais, Araber, Berber und galizische Ponys. Sie waren ausdauernd, anspruchslos und zäh. 1531 brachte der spanische Eroberer Franciso Pizarro weitere Pferde nach Peru. Ab 1535 begannen die in Südamerika lebenden Spanier die Pferde Kolumbus’ und Pizarros zu kreuzen.

Immer wieder gelangten Costenos in die Freiheit und verwilderten. Bald schon gab es große Herden freilebender Pferde. Immer wieder wurden die sogenannten Costenos eingefangen, da es keine anderen Pferderassen in Südamerika gab. Man musste also den Bedarf an Pferden mit den vorhandenen Costenos decken.

Der Costeno lebt im flachen peruanischen Küstenland. Er ist klein und drahtig. Sein Kopf ist gerade mit breiter Stirn, großen Augen und kleinen Ohren und Nüstern. Der Hals ist lang und mündet in eine lange, schräge Schulter. Die Kruppe ist rund, das Fundament kräftig und die Hufe klein und hart.

Stockmaß: 139 bis 149 cm
Farben: alle, auch Schecken
Charakter: temperamentvoll, menschenbezogen, intelligent
Herkunft: Peru
Einsatz: Gangpferdereiten, Freizeit