Pferderassen

Cirit

Das Cirit ist eine alte, türkische Pferderasse, die nach einem volkstümlichen Reiterspiel benannt ist. Das Spiel ist eine Art Speerwurf-Wettkampf zwischen zwei Reitergruppen. Es kommt eigentlich aus Mittelasien. Dort entdeckten es die Türken und führten es in das Osmanische Reich ein.

Das Spiel ist in ganz Zentralasien bekannt. Zweimal wurde es verboten, weil es als zu gefährlich empfunden wurde. Das war zwischen 1826 und 1890 und lag wahrscheinlich daran, dass Cirit bis zum 16. Jahrhundert ein Kriegsspiel war. Erst im 19. Jahrhundert wurde es zu einem Sportspiel. Die Speere waren nicht mehr so scharf, sondern wurden aus leichtem Pappelholz geschnitzt.

Das Cirit ist eine Kreuzung aus Turkpferden, Anatoliern, Arabern und Karabaiern.

Cirits haben einen edlen, arabischen Kopf, einen kräftigen Hals, starke Schultern und einen kurzen, aber kräftigen Rücken. Die Kruppe ist leicht geneigt, der Rumpf tief und der Schweifansatz schön. Ihr Fundament ist trocken und stahlhart. Viele Cirits sind säbelbeinig, Hirschhälse kommen auch vor.

Stockmaß: 135 bis 145 cm
Farben: alle Farben, häufig Schimmel
Charakter: großer Kampfgeist, wendig, schnell
Herkunft: Türkei
Einsatz: Cirit-Spiel