Pferderassen

Camargue Pferd

Schon der römische Kaiser Julius Cäsar war Fan der Camargue Pferde. Er war so fasziniert, dass er in der Nähe von Arles gleich zwei Gestüte mit Camargue Pferden gründete und diese Rasse züchtete. Später wurden die Pferde mit orientalischen Pferden gekreuzt. Dadurch sollten die Pferde eleganter wirken.

Die Landschaft der Camargue ist sehr sumpfig und feucht. Es gibt nur wenig saftiges Gras für die Pferde. Daher haben sie sich einen Trick ausgedacht. Camargue Pferde verschließen ihre Nüstern so fest, dass sie das Gras unter Wasser fressen können und kein Wasser in die Nüstern dringt. Durch das Wasser zu galoppieren ist für ein Camargue Pferd eine leichte Übung! Und leider nicht zu vermeiden. Denn die Landschaft besteht fast ausschließlich aus überschwemmten Landstrichen.

Camargue Pferde haben fast immer nasse Füße, äh Hufe! Daher sind die Hufe besonders hart, damit auch wirklich keine Feuchtigkeit eindringen kann. Außerdem haben Camargue Pferde den „Cow-Sense“. Das bedeutet, dass die Pferde die Bewegungen eines Rindes voraussehen und daraufhin reagieren. So sind sie perfekte Hütepferde und für die Arbeit mit Kühen und Rindern ideal.

Wilde Camargue Pferde leben oft in großen Herden zusammen. Jung und alt leben in einer friedlichen Gemeinschaft. Camargue Fohlen haben immer eine braune Fellfarbe. Mit acht Jahren ist das kleine Fohlen ausgewachsen und mit zehn Jahren vollkommen weiß.

Stockmaß: 135 bis 150 cm
Farben: ausschließlich Schimmel
Charakter: ausgeglichen, lerneifrig, mutig, kräftig und ausdauernd
Herkunft: Camargue in Südfrankreich
Einsatz: Arbeits-, Reit- und Lastpferd