Pferderassen

Calabreser

Der Calabreser ist eine ziemlich alte Pferderasse. Es gab sie sogar schon im Mittelalter. Da waren Calabreser die Pferde der Ritter. Sie kommen aus der Provinz Kalabrien in Süditalien.

Schon im Altertum hatten die Süditaliener unglaublich starke Pferde. So soll Hannibal 217 vor Christus für seinen Kampf gegen Rom 4.000 Pferde aus Kalabrien mitgenommen haben. Unter Dionysus I. soll Sizilien die besten Pferde des Altertums besessen haben.

Der Calabreser hat im Laufe der Zeit ein ganz schönes Auf und Ab mitmachen müssen. Bis zum 18. Jahrhundert ging die Rasse stark zurück. Es wurden Araber, und Andalusier eingekreuzt, um die Rasse zu retten. Im 20. Jahrhundert wollte man aus dem einstigen Barockpferd ein modernes Sportpferd machen. Dazu kreuzte man Englische Vollblut, Araber, Andalusier und Hackney ein.

Der Calabreser ist ein mittelgroßes Warmblutpferd. Es hat einen großen, leicht geramsten Kopf, der auf einem langen, schön geschwungenen Hals sitzt. Der Calabreser hat eine schräge Schulter, einen mittelhohen Rist und einen kompakten Rumpf. Der Rücken ist lang, die Kruppe gut bemuskelt, der Schweifansatz tief. Der Calabreser hat stabile Beine und harte Hufe.

Stockmaß: 155 bis 164 cm
Farben: meist Füchse und Braune
Charakter: lebhaft, eifrig, leistungsbereit
Herkunft: Italien
Einsatz: Reitsport