Pferderassen

Caballo Chileno

Das Caballo Chileno oder auch chilenisches Criollo ist das Pferd der spanischen Eroberer. Chile wurde 1541 von den Spaniern erobert. Unter den Eroberern war der spanische Soldat Pedro de Valdivia. Er brachte die ersten 70 Pferde nach Chile. 16 Jahre später importierte Pedro, mittlerweile Gouverneur Chiles, weitere 42 Zuchtpferde der besten Abstammung. Die Pferde vermehrten sich schnell. Die Farmer züchteten aus ihnen zähe, kräftige Tiere.
 
Das Caballo Chileno wird als Rodeopferd, Reit-, Zug- und Tragetier gebraucht. Außerdem eignet es sich ganz hervorragend als Pferd der chilenischen Huasos (Rinderhirten).

Zwischen 1850 und 1913 wurden die Caballo Chilenos nicht ganz rein gezüchtet. Ab 1893 wird allerdings eine kontrollierte Zucht betrieben. Sie wird von dem von Raimondo Valdez gegründeten Zuchtverband geleitet.

In Südamerika gibt es eine gemeinsame Vereinigung, die sich um die Criollos der verschiedenen Länder kümmern. Sie heißt FICCC – Federatión International de Criadores de Criollos). Das chilenische Criollo befindet sich häufig in den Zuchten dieser Vereinigung.

Stockmaß: 135 bis 147 cm
Farben: alle außer Tigerschecken
Charakter: ausgeglichen, gelehrig, anhänglich, bei Bedarf feurig, dann aber auch wieder ausgeglichen
Herkunft: Chile
Einsatz: Western, Freizeit, Polo, Distanz