Pferderassen

Brandenburger

Die Brandenburger Pferdezucht wurde das erste Mal bereits im 15. Jahrhundert erwähnt. Doch die ersten heutigen Brandenburger wurden erst in den 1960er Jahren in der ehemaligen DDR gezüchtet.
 
Das Brandenburger Warmblut wurde 1788 das erste Mal vom Friedrich-Wilhelm-Gestüt in Neustadt an der Dosse gezüchtet. Der preußische König Friedrich Wilhelm II. hatte dieses Gestüt gründen lassen, um ein gutes Kavalleriepferd zu züchten, das ihm im Kampf gute Dienste leisten könne.

Allerdings waren die nun gezüchteten Kavalleriepferde für die Landwirtschaft zu leicht und nervös. Von daher wechselte die Zucht immer mal wieder ihren Schwerpunkt. Mal züchtete man eher schwere zum Kaltblut neigende Pferde für die Landwirtschaft, dann wieder leichtere Pferde, die mehr zum Warmblut tendierten. In den zwanziger Jahren fand man die Rettung in Hannoveraner. Indem man sie einkreuzte, schaffte man ein kräftiges Warmblut, das sowohl für den Kampf als auch für die Landwirtschaft geeignet war.   

In der DDR versuchte man gute Sportpferde zu züchten, die mit der internationalen Konkurrenz mithalten konnten. Allerdings wandte man dafür oft unsachgemäße Verfahren an, die Elterntiere waren nicht immer die besten. Nach dem Untergang der DDR gab es vor allem von privaten Züchtern den Anspruch diese Rasse wieder auf ihr altes Niveau zu bringen.

Stockmaß: 162 bis 170 cm
Farben: vorwiegend Braune, Füchse und Rappen
Charakter: ausgeglichen, leistungsbereit, sensibel, intelligent, anständig
Herkunft: Brandenburg
Einsatz: Reitpferd