Pferderassen

Belgisches Kaltblut

Einst lebten in den dichten Wäldern des belgischen Hochlandes stämmige Pferde. Ihr Lebensraum machte sie genügsam und stark. Schnell begannen die Menschen, die gutmütigen und stämmigen Waldpferde zu schätzen. Als Zug- und Reitpferde waren diese Kraftprotze unschlagbar.
 
Schon die Römer setzten die kräftigen Pferde aus den Ardennen für Zugarbeiten an. Julius Cäsar selbst beschrieb die Ardenner als unermüdliche und willige Arbeitspferde. Im Mittelalter begannen die Menschen die Kraft dieser Pferde noch gezielter für sich zu nutzen. Sie kreuzten Ardenner mit Arabern und veredelten so die Waldpferde.

Flämisches Pferd, Brabanter und Belgisches Kaltblut – das alles sind Namen für die gutmütigen und fleißigen Pferde aus dem belgischen Hochland. Überall dort wo Ruhe, Kraft und Ausdauer gefragt sind, ist der Brabanter zur Stelle. Im Ackerbau, beim Holzrücken im Wald, beim Kohleabbau oder als Zugpferd vor Hochzeitskutschen und Feuerwehrwagen – den Belgischen Kaltblütern macht so schnell keiner was vor!

Belgische Kaltblüter zählen inzwischen zu den bekanntesten und beliebtesten Pferden der Welt. Und mit einer Widerristhöhe von durchschnittlich 170 cm und einem Gewicht von mehr als einer Tonne gehören sie auch zu den größten. Bei so einer bewegten Geschichte ist es kein Wunder, dass diese einzigartigen und vielseitigen Kaltblutpferde überall auf der Welt beliebt sind.
 
Das Belgische Kalblut wird auch Belgian Draught, Brabanter oder einfach Belgier genannt.

Stockmaß: 160 bis 170 cm
Farben: meist Braunschimmel
Charakter: gutmütig, ausdauernd und fleißig
Herkunft: Belgien
Einsatz: Reit- und Fahrpferd