Pferderassen

Barockpinto

"Pinta" bedeutet auf spanisch "der Fleck", "pintado" "bunt gefleckt". So setzte sich das Wort "Pinto" zusammen, das "gescheckt" bedeutet. Alle gescheckten Pferde nennt man „Pintos“. Pintos sind - anders als Tigerschecken – schon während der Geburt gefleckt. Pintos sind keine eigene Rasse, sondern eine Farbzucht. Pintos erkennt man ganz leicht an ihren Flecken.

Das Barockpinto stammt vom Friesen ab. Es ist ein eher quadratisches Pferd mit einer hohen Knieaktion, die man auch beim Friesen findet.

Der erste Barockpinto wurde von Frau Massanneck vom Gestüt Classica gezüchtet. Sie war so begeistert von den angenehmen Pferden, das sie beschloss, sie zu züchten. Allerdings legte sie vorher fest, dass ihre Pferde nur auf friesischer Linie gezüchtet werden sollten. Das konnte Frau Massanneck ganz einfach bestimmen, denn bis zu diesem Zeitpunkt wurden ihre Pferde noch nicht gekört. Das bedeutet, dass ein Hengst aufgrund seiner Leistung oder Qualität als Zuchthengst ausgezeichnet wird.

Das Wort "Barock" in dem Namen der Pferde kommt daher, dass gescheckte Pferde in der Barockzeit (1600 bis 1780) an den Höfen sehr beliebt waren. Im 19. Jahrhundert waren dunkle Pferde für die Kriegsführung besser. Deshalb wurden in Europa wenig Schecken gezüchtet. Seit mehr als zehn Jahren werden aber wieder vermehrt Barockpintos gezüchtet.

Stockmaß: 150 bis 162 cm
Farben: ausschließlich Schecken
Charakter: freundlich, umgänglich, gelehrig
Herkunft: Niederlande
Einsatz: Reiten und Fahren, Voltigieren