Pferderassen

Bardigiano

Der Bardigiano ist ein italienisches Gebirgspferd, das in den nördlichen Apenninen lebt. Es hat seinen Namen von der Stadt Bardi, die im Ceno-Tal liegt.
 
Die Herkunft der Bardigiano ist nicht ganz geklärt, doch es wird vermutet, dass Belgische Pferde in den Zeiten der Völkerwanderung (375/76 als die alten Germanen nach Ostmitteleuropa wanderten) nach Bardi im nördlichen Italien gekommen sind. Die belgischen Pferde sollen die Grundlage für die heutigen Bardigiano sein. Später wurden Bardigiano mit Arabern gekreuzt. Die so neu entstandene Rasse nennt man Bardarab.

Während des ersten (1914-1918) und zweiten (1939-1945) Weltkrieges wurden Bardigiano zur Züchtung von Maultieren eingesetzt. Ein Maultier ist eine Kreuzung aus Pferdestute und Eselhengst. Später wurden auch Haflinger in das italienische Gebirgspferd eingekreuzt, so dass kaum noch reinrassige Fohlen geboren wurden. 1972 wurde ein Komitee gebildet, um den Bardigiano zu erhalten. Der ursprüngliche Typ konnte gerettet werden.

Der Bardigiano ist ein schweres Pferd mit schönem Kopf. Es hat auseinanderliegende Augen und kleine, spitze Ohren. Bardigiano haben einen kräftigen Hals, einen tiefen, breiten Rumpf, einen breiten Rücken und eine muskulöse Kruppe. Sie haben oft etwas Behang und harte Hufe.

Stockmaß: 135 bis 149 cm
Farben: Rappen, Dunkelbraune und Braune
Charakter: gutmütig, lebhaft, ausdauernd, unerschrocken
Herkunft: Norditalien
Einsatz: Pack- und Zugpferde, Tourismus (Trecking), Fleischproduktion, Reitpferd, landwirtschaftliche Arbeiten