Pferde-ABC

Wildpferdmerkmale

Dazu zählt man körperliche Eigenheiten ebenso wie Besonderheiten in der Entwicklung und im Verhalten. So waren die ersten Generationen der Przewalskipferde, die man in Zoos hielt, noch spätreif. Das heißt, dass sie erst mit etwa vier Jahren in die Geschlechtsreife kamen. Außerdem kamen die Stuten nur einmal im Frühjahr in die Rosse. Als typisch wird zudem die Scheu vor Menschen angesehen.

Auch die Stehmähne ohne Stirnschopf sowie der Backenbart gelten als Wildpferdmerkmale, weil sie beim Przewalskipferd die Regel sind. Nicht alle Merkmale kommen jedoch bei jedem Tier vor. Außerdem nimmt man inzwischen an, dass es Urwildpferdtypen auch mit Fallmähne gab. Dies war wohl vor allem beim Urpony der Fall. Der Haarwechsel des Langhaars tritt bei allen Prezwalskipferden auf.

Neben diesen sichtbaren Merkmalen sind vor allem Eigenheiten im Skelett und im Gebissaufbau von Bedeutung. Auffallend ist, dass das Gehirn bei Przewalskipferden im Allgemeinen größer ist als bei Hauspferden. Diesen Unterschied hat man übrigens bei allen Wildtieren festgestellt, von denen es Haustierformen gibt.