Pferde-ABC

Weide oder Koppel

Weide oder Koppel nennt man eine eingezäumte Wiese. Den Aufenthalt von Pferden auf einer Weide bezeichnet man als Weidegang. Eine Weide oder Koppel kann wenige Quardratmeter, aber auch mehrere Hektar groß sein. Die Pferde und andere Weidetiere können ähnlich wie  in der Wildnis Gras fressen und sich innerhalb der Umzäunung frei bewegen.

Sie haben direkten Kontakt zu Artgenossen, sofern sie nicht artwidrig allein gehalten werden. Pferde, die sich überwiegend oder immer auf Weiden aufhalten, sind wie in der Wildnis dem Tag- und Nachtrhythmus, der wachselnden Witterung und den jahreszeitlichen Veränderungen ausgesetzt. Das bringt eine natürliche Abhärtung, aber auch die Auslese von schwachen Tieren mit sich.

Vor allem in Wildgestüten überlässt man die Tiere weitgehend der Natur und greift mit medizinischer Hilfe zusätzlicher Fütterung nur in Ausnahmefällen ein. Auf Weiden oder auch in natürlich begrenztem Freiland muss den Pferden aber auf jeden Fall ständig Trinkwasser zur Verfügung stehen. Wenn es keine natürlichen sauberen Gewässer gibt, muss man Schwemmen oder Tränken anlegen.

Auch sollten natürliche Unterstände wie Baumgruppen oder Felsvorsprünge vorhanden sein, sonst muss man Schutzhütten aufstellen oder Zugang zu einem Stall schaffen. Die Umzäunung muss so stabil sein, dass die Pferde sie respektieren. Die Tiere dürfen sich aber nicht daran verletzten können. Außerdem muss auf den Weiden ausrechend Grünfutter vorhanden sein. Von abgegrasten Koppeln versuchen Pferde auf nahrungsreiche Weiden abzuwandern, wenn sie nicht genügend Futter bekommen. Wenn ihnen das nicht gelingt, verhungern frei lebende Pferde.