Pferde-ABC

Treideln

So nennt man es, wenn Schiffe vom Land aus gezogen werden. Früher hat man Schiffe besonders auf Flüssen und Kanälen getreidelt, als es noch keine Schiffsmotoren gab. Segeln war flussaufwärts oder bei Windstille kaum möglich, Rudern bei größeren Wasserfahrzeugen zu schwer.

So wurden an den Gewässern entlang so genannte Treidelpfade angelegt. An die Schiffe band man dicke Taue, an deren andere Enden Pferde gespannt wurden (seltener Esel oder Rinder).

Die Tiere mussten das Gefährt schräg hinter sich herziehen. So konnten die Schiffe, meist Lastkähne, bei fast jedem Wetter auf dem Wasser eingesetzt werden. Leichtere Wasserfahrzeuge werden oft auch von Menschen getreidelt.