Pferde-ABC

Schweif

Die langen Haare am Körperende des Pferdes bezeichnet man als Schweif. Dass man Schweif und nicht Schwanz sagt, hat damit zu tun, dass die Schweifrübe nur kurz ist und von ihr die langen Haare frei und dickt herunterwachsen. Der Schwanz der meisten anderen Equiden besteht ganz aus Rückenwirbeln mit einer fellverkleideten Haut und trägt nur am Ende eine lose Haarquarste.

Der Pferdeschweif wird zur Abwehr von Fliegen und Blut saugenden Insekten benutzt, die auch Krankheiten übertragen können. Das kürzere Haar am Schweifansatz, die so genannte Rosette, dient als Wind- und Wetterschutz für die hinteren Körperöffnungen. Die Haltung des Schweifs kann außerdem die Stimmungen eines Pferdes ausdrücken.

Aus verschiedenen Gründen wurde früher vor allem Arbeitspferden der Schweif gekürzt oder ganz entfernt (Kupieren).  Auch heute werden noch manchmal die Schweifhaare am Ansatz aus Schönheitsgründen beschnitten. Manchmal muss man einen überlangen Schweif, auf den das Pferd vielleicht sogar mit den Hinterbeinen tritt, aus Sicherheitsgründen unten etwas abschneiden.