Pferde-ABC

Schlaf

Durchschnittlich braucht ein erwachsenes Pferd pro Tag insgesamt etwa sieben bis acht Stunden Schlaf. Fohlen schlafen oft mehr also doppelt so lang. Es gibt verschiedene Arten des Ruhens. Beim Dösen steht ein Pferd. Es hält den Hals waagerecht und die Augenlieder gesenkt. Bei längerem Dösen lässt es oft die Unterlippe schlaff herunterhängen und entlastet abwechselnd ein Hinterbein. Die Gelenke der Vorderbeine kann das Pferd so einrasten, dass die Beinmuskeln nicht beansprucht werden. Diese Vorstufe zum richtigen Schlaf bringt zwar Entspannung, jedoch keine völlige Erholung. Die Reaktionsfähigkeit des Pferdes ist noch fast voll erhalten. Es wehrt z. B. Fliegen noch mit dem Schweif ab und ist fähig, sehr schnell zu fliehen. Meist dösen Pferde tagsüber, besonders nach den Fresszeiten, aber auch bei längeren Reit- oder Fahrpausen.

Zum Schlummern legt sich ein Pferd mit angezogenen Beinen auf den Bauch.Dabei trägt es den Kopf frei oder nur leicht aufgestützt. Die Wahrnehmungsfähigkeit ist beim Schlummern herabgesetzt, und das Pferd muss sich bei Störungen erst aufrappeln. Deshalb legen sich Pferde nur zum Schlummern nieder, wenn sie sich ziemlich sicher fühlen.